Auf der 9. Erziehungswissenschaftlichen Ethnografietagung vom 3.9.-5.9.2026 wurden die Forschungsprozesse des Projekts DiSiKit vorgestellt und zur Diskussion gestellt.

v.l.n.r.: Stephanie Meiland, Prof. Dr. Peter Cloos, Ellen Bogorinsky, Dr. Julian Storck-Odabasi, Niklas Gausmann, Prof. Dr. Ina Kaul, Yvonne Gormanns

Die Tagung stand unter der Überschrift „Zukünfte in der Erziehungswissenschaftlichen Ethnografie“ und fand am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Münster statt.
Im Kontext des Symposiums „Ethnografie im Kontext von gesellschaftlichem Wandel und Transformationserwartungen“ stellten Yvonne Gormanns und Prof. Dr. Ina Kaul am Freitag, den 4.9.2026 die Frage: „Wie kann Diversitätsreflexivität in Kindertageseinrichtungen weiterentwickelt werden?“. Der Vortrag berücksichtigte dabei besonders das Spannungsverhältnis zwischen Zukunftsdiskursen und (Re-) Traditionalisierung im Forschungsfeld der Kindertageseinrichtungen.
Prof. Dr. Peter Cloos stellte in der Moderation DiSiKit als eines der drei Handlungsfelder (Kindertagesstätten, Ganztagsgrungsschulen, Fachschulen) des Symposiums vor und bemerkte einleitend die aktuellen Herausforderungen für die Forschung und Disziplin der Ethnografie. Prof. Dr. Ina Kaul leitete anschließend in konkrete Herausforderungen für das Verbundprojekt DiSiKit ein, Yvonne Gormanns lieferte zahlreiche kontrastierende, empirische Einblicke aus den Leitungsinterviews und Teilnehmenden Beobachtungen in den Projektkitas. Die Spannungsfelder, wie hinsichtlich ethnografischer Forschung, Professionalisierung und dem pädagogischen Alltag, wurden durch Prof. Dr. Ina Kaul kritisch beleuchtet. In der weiterführenden Fragerunde wurde deutlich, welchen vielschichtigen und komplexen Verwobenheiten sich Forschung und Praxis begegnen müssen und wie hoch der Wert der Reflexivität für die Ethnografische Forschung ist. In der abschließenden Diskussionsrunde gemeinsam mit den anderen Verbundprojekten des Symposiums, PaQuaGGS und SoWeKi, stieg Prof. Dr. Peter Cloos in der Moderation mit der Frage ein, wie Wandlungsprozesse Einfluss auf die Rolle als Ethnograf*in nehmen. Die Diskussionsrunde brachte zahlreiche nützliche Anregungen hervor.
Daher vielen Dank allen Teilnehmenden des Projekts sowie den Teilnehmenden des Symposiums für den wertvollen Austausch!
